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Die meistgestellten Fragen.

Welche Einkommensmöglichkeiten hat ein Student?

Ganz klassisch stehen Studierenden drei reguläre Optionen zur Verfügung, um abseits von BAföG oder der Unterstützung durch die Familie ein Einkommen zu erzielen: 

- Teilzeitjob:
wer sich als Student ein zusätzliches Einkommenspolster aufbauen will, hat die Möglichkeit neben dem Studium bis zu 20 Wochenstunden zu arbeiten. Über 20 Stunden solltest Du nicht arbeiten, da Du sonst Deinen Status als "ordentlicher Student" verlieren könntest, was wiederum Einfluss auf steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Themen hat.
- Studentenjob bzw. Minijob: dabei handelt es sich um eine geringfügige Beschäftigung, bei der Du monatlich maximal 450€ ausgezahlt bekommst. Damit liegt der Betrag genau an der sogenannten Geringfügigkeitsgrenze, weshalb hier keine Steuern bzw. Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen sind.
- Nebenjob: Nebenjobs unterscheiden sich von Minijobs dahingehend, dass das Arbeitsentgelt zwischen 450,01€ und 850€ liegt.

Was kann ich tun, wenn ich kein BAföG erhalte?

Wenn Du als Student kein BAföG erhältst und Deine Familie Dich nicht unterstützen kann, gibt es mehrere Optionen, die Dir offen stehen: Neben Stipendienprogrammen, elternunabhängigem BAföG und der Möglichkeit neben dem Studium zu arbeiten gibt es noch eine weitere Option, die quasi jedem Studierenden zur Verfügung steht. Dabei handelt es sich um den KfW Studienkredit. Dieser kommt von der Kreditanstalt für Wiederaufbau und ist flexibel gestaltet, d.h. die Zinsen passen sich dem aktuellen Markt an. Zusätzlich sind Tilgungen immer möglich.

Soll ich an der Uni oder an der FH studieren?

Ob Du an einer Universität oder alternativ an der Fachhochschule studieren solltest, hängt sehr stark von Deiner Persönlichkeit und Deinem Berufswunsch ab. Wenn Du zum Beispiel Arzt werden möchtest, dann wirst Du um ein Universitätsstudium nicht herumkommen. Willst Du aber Ingenieur werden, kannst Du sowohl an die Uni gehen, als auch die Fachhochschule auswählen. Grundsätzlich ist es so, dass Universitäten eher theoretisches Wissen vermitteln und nur bedingt in die Praxis eintauchen. Die Universität eignet sich also hervorragend für diejenigen, die sich auch eine Karriere in der Forschung vorstellen können und denen selbstorganisiertes Studieren liegt. Fachhochschulen hingegen orientieren sich stark an praktischen Lehrinhalten und verlangen häufig auch ein Praxissemester von den Studierenden. Zudem sind die Lehrveranstaltungen in der Regel etwas schulischer und organisierter gestaltet.

Soll ich einen konsekutiven Master oder einen MBA absolvieren?

Wer seine Karriere weiter vorantreiben will, steht spätestens mit Abschluss des Bachelors vor der Frage, ob er direkt in den Beruf einsteigt oder noch einen weiteren Akademischen Abschluss (in der Regel den Master) dranhängen soll. Grundsätzlich lohnt sich der weitere Abschluss für Dich. Wer frisch aus dem Bachelorstudium kommt, sollte primär einen konsekutiven Masterstudiengang wählen. Das liegt daran, dass ein MBA (Master of Business Administration) häufig darauf ausgelegt ist, Führungskompetenz und Managementmethoden zu lehren. Er eignet sich also auch für Studierende, die nicht aus dem wirtschaftlichen Bereich kommen. Grundvoraussetzung ist häufig Berufserfahrung und teilweise erste Führungserfahrung. Ein MBA wird in einigen Stellenbeschreibungen einer Promotion gleichgestellt und ist insbesondere bei Unternehmensberatungen gerne gesehen.

Wann beginne ich mit Bewerbungen für den Jobeinstieg?

Um zu verstehen, wann man mit den Bewerbungen für den Jobeinstieg beginnt, muss man sich in die Lage des Unternehmens versetzen: wer sich beispielsweise 12 Monate vor gewünschtem Eintrittsdatum bewirbt, erhält häufig eine Absage. Das liegt daran, dass Unternehmen ihre Finanz- und Personalplanung im Jahresturnus erstellen und 12 Monate vorher nur bedingt Aussagen darüber treffen können, ob zum Zeitpunkt des Einstiegsdatums eine Stelle frei ist. Es empfiehlt sich, frühestens sechs Monate vor Jobeinstieg mit den Bewerbungen zu beginnen. Dabei solltest Du mit Großunternehmen anfangen, da die Bewerbungsverfahren hier häufig mehrere Etappen beinhalten und bis zu acht Wochen andauern können.

Kann ich mich nach dem Studium selbstständig machen?

Dir steht es frei, direkt nach dem Studium in die Selbstständigkeit zu starten. Hierbei gibt es etliche Gesellschaftsformen, die zur Verfügung stehen: sowohl Personen- als auch Kapitalgesellschaften. Häufig starten junge Selbstständige als GbR (wenn sie sich mit mindestens einem Partner selbstständig machen) bzw. als Kleinunternehmer. Etwas seltener ist der Start als Kapitalgesellschaft (in Form der Unternehmergesellschaft oder direkt als GmbH). Die Selbstständigkeit sollte sehr gut überlegt sein, da mit ihr natürlich ebenfalls steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Pflichten einhergehen.

Tipp: viele Finanzdienstleister bieten ein Praktikum im Vertrieb an, in dem Du eng mit Selbstständigen zusammenarbeiten kannst und einen Einblick darüber erhältst, welche Besonderheiten das mit sich bringt.

Wie lange sollte ein Praktikum während des Studiums dauern? 

Ein Praktikum ist für Deinen Lebenslauf ein wichtiger Anker, da er erste Arbeits- und Projekterfahrung zeigt und für Deinen Berufseinstieg entsprechend wichtig ist. Damit Du während des Praktikums mehr als nur einen grundsätzlichen Einblick in die Arbeitswelt erhältst und vielleicht auch eigene Themen treiben kannst, sollte Dein Praktikum mindestens drei Monate lang dauern. Viele Arbeitgeber bieten sogar die Möglichkeit, das Praktikum auf bis zu sechs Monate zu verlängern. Wenn Dir das nicht ausreicht bietet sich auch die Möglichkeit, ein Praktikum bei einem internationalen Unternehmen im Ausland zu absolvieren. Damit belegst Du einerseits Arbeits- und andererseits auch Auslandserfahrung, die insbesondere für große Konzerne immer wichtiger wird.

Wie kann ich mich bei der Bewerbung von anderen abheben?

Wer sich für Einstiegsjobs oder Praktika bewirbt, muss im ersten Schritt seine Bewerbungsunterlagen anfertigen. Für diesen Schritt solltest Du Dir unbedingt ausreichend Zeit nehmen, da das der erste Blick des HR-Mitarbeiters auf Dein Profil ist.

In Deutschland ist es nicht verpflichtend, ein Foto mit in die Bewerbung aufzunehmen, allerdings wäre es ratsam. Der Ersteindruck wird durch ein Bild verstärkt und es fällt dem Entscheidungsträger leichter, sich an Dein Profil zu erinnern. Zusätzlich kannst Du Dich mit Deiner Bewerbung von der Konkurrenz abheben, indem Du die Bewerbungsunterlagen in den Unternehmensfarben gestaltest. Das erfordert definitiv Fleiß, zahlt sich aber aus und kommt in der Praxis sehr gut an. Zuletzt ist natürlich wichtig, dass Du eine strukturierte Bewerbung ohne Fehler abschickst. Überprüfe die Unterlagen also lieber mehrfach, bevor Du sie mit einem Flüchtigkeitsfehler abschickst.

Was bedeutet zeitversetztes Verhandeln in der Gehaltsverhandlung?

Zeitversetztes Verhandeln beschreibt eine Taktik im Zuge der Verhandlungen zum Thema Gehalt. Konkret heißt das, dass Du zwar während der Gehaltsverhandlung nicht Dein gewünschtes Einstiegsgehalt aushandeln konntest, aber direkt beim Jobeinstieg eine Gehaltserhöhung nach erfolgreich bestandener Probezeit schriftlich fixierst. Ein Beispiel:

Dein Wunschgehalt liegt bei 45.000€ pro Jahr für den Berufseinstieg. Das Unternehmen bietet Dir allerdings nur 42.000€ an und kann diesen Betrag nicht erhöhen. Hier empfiehlt sich proaktives Vorgehen Deinerseits: Du nimmst das Angebot an und schlägst vor, dass Du eine Anhebung um 3.000€ (also auf 45.000€) erhältst, wenn Du die Probezeit erfolgreich bestehst und Deine Leistungen sehr gut sind.

Welchen Nebenjob kann ich während der Coronakrise ausüben?

Aktuell sind viele Unternehmen sehr zögerlich, was Neueinstellungen angeht. Das betrifft auch Studenten- und Nebenjobs. Allerdings gibt es auch Branchen, die von einer steigenden Nachfrage profitieren und dementsprechend händeringend auf der Suche nach Aushilfskräften sind:
1. Supermärkte/Discounter: diese suchen aktuell sehr stark nach Aushilfskräften. Insbesondere die großen Discounter zahlen dabei auch gutes Geld.
2. Logistik: die anhaltende Nachfrage bei den Discountern sorgt auch im Logistikbereich für steigenden Arbeitsaufwand. Nicht nur beim Be- und Entladen von Containern werden Aushilfen gesucht, sondern auch im Backoffice.
3. IT-Support: wer sich mit einem Gewerbeschein selbstständig machen will und grundsätzliche IT-Kenntnisse vorweisen kann, kann aktuell sehr vielen Kleinunternehmen sowie privaten Haushalten bei IT-Problemen helfen. Aktuell häufen sich diese Anfragen sehr stark.

Soll ich nach dem Studium direkt in der Unternehmensberatung starten oder erst promovieren bzw. in der Industrie beginnen?

Die Entscheidung, ob Du erst promovieren bzw. in die Industriebranche einsteigen sollst, hängt stark von Deinem Charakter und Deiner Zielstellung ab. Die Herausforderungen in der Beratertätigkeit unterscheiden sich zum Teil sehr stark von denen in der Industrie. Du musst persönlich für Dich klären, ob Du bereit bist, sehr schnell relativ viel Verantwortung im Rahmen eines Beratungsprojektes zu übernehmen, national und international mobil zu arbeiten und ob Du und Dein soziales Netzwerk die Belastungen der Abwesenheit von Zuhause und die vergleichsweise langen Arbeitstage verkraftet. Denkbar ist durchaus auch ein späterer Einstieg in die Beratung, beispielsweise nach erlangter Berufserfahrung in anderen Branchen. In der Regel steigst Du dann sogar in einer höheren Position ein.

Die Promotion wird bei deinem Einstieg bei Unternehmensberatungen unterschiedlich gehandhabt. In den meisten Fällen steigst Du durch den Doktortitel eine Stufe weiter oben ein.

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